• Ines Abraham

Newsticker

28.10.2017

Es bleibt dabei: Alarmstufe 4 bleibt bestehen mitsamt dem 12 km Radius Sicherheitsabstand um den Vulkan. Der Gouverneur der Provinz Bali wollte tatsächlich einen 6 km Radius und Alarmstufe 3 durchdrücken, weil er um die wirtschaftlichen Einbussen besorgt ist, die er bereits jetzt auf 146 Millionen US-Dollar beziffert. Doch die verantwortlichen Vulkanologen und Geologen haben sich durchgesetzt, trotzdem die seismische Aktivität um den Vulkan markant zurückgegangen ist. Es gebe noch andere Indikatoren, die auf einen Ausbruch hindeuteten, war ihre Begründung.


26.10.2017

Mittlerweile ist auch der Gouverneur von Bali, Made Mangku Pastika, von der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise alarmiert. Er will unbedingt, dass die höchste Warnstufe des Mount Agung gesenkt werde. Rund 139.000 Personen haben in Evakuierungscamps Zuflucht gesucht und Zehntausende sind zusätzlich bei Familienmitgliedern und Freunden in anderen Teilen der Insel untergekommen. "Wenn wir so weitermachen, werden die wirtschaftlichen Auswirkungen sehr lange spürbar sein", sagte Pastika. Der Gouverneur sagt aber auch, er wolle die Menschen nicht gefährden, indem er sie zu früh zurückschicke, aber moderne Überwachungsmethoden sollten es ermöglichen, einen Ausbruch frühzeitig zu erkennen, um den Menschen genügend Zeit zum schnellen Evakuieren zu lassen. Unterdessen wurde beantragt, dass Vulkanologie und Katastrophenschutz eine erneute Überprüfung des Status des Gunung Agung durchführen und dass eine ‘second opinion’ über die Höhe der Alarmstufe eingeholt werde. Während die seismische Aktivität des Vulkans rückläufig sei, habe die Katastrophenschutzbehörde die Warnungen aufgrund einer Reihe anderer Faktoren, die darauf hindeuten, dass ein Ausbruch wahrscheinlich bleibe, auf der höchsten Stufe belassen. RH

24.10.2017

Laut Experten soll das Magma immer noch in einer Tiefe von 5-10 km sein. Die Erdstösse haben sich definitiv beruhigt. Wir haben in den letzten Tagen gar nichts mehr gespürt. Sonst hat sich nichts geändert: Nach wie vor Alarmstufe 4 und keine Änderung an der Evakuationsfront.


19.10.2017

Die Behörden lassen Anwohner der roten Zone tagsüber nach Hause, damit sie ihre Tiere füttern können. Allerdings dürfen nur junge, kräftige Männer dorthin, die sich schnell in Sicherheit bringen könnten. Das haben die Anwohner zwar vorher auch schon gemacht, aber jetzt ist es sozusagen offiziell. Mittlerweile gibt es auch Strassensperren, zum Beispiel zum berühmten Besakih-Tempel, dem heiligsten Tempel der balinesischen Hindus. Einerseits sollen Touristen am Betreten der roten Zone gehindert werden, andererseits werden Anwohner und Hindus, die beten wollen, registriert und betreut. Und natürlich werden die unbezahlbaren heiligen Reliquien im Tempel bewacht. Ach ja, und 10 Timor-Hirsche sind evakuiert worden.


15.10.2017

Jetzt wird es auch den geduldigen Balinesen langsam zu bunt mit den Schlagzeilen in den Medien: Die Regierung von Bali bittet offiziell um eine faire Berichterstattung zum Vulkan. Die reisserischen Titel der internationalen Presse haben bereits jetzt tiefe Spuren in der Wirtschaft Balis hinterlassen. Ausserdem erwägt die Regierung hohe Strafen für jeden, der falsche Informationen oder gefälschte Bilder in den sozialen Medien verbreitet. Denn der Vulkan ist immer noch nicht ausgebrochen.


30.9.2017

In vielen Zeitungen steht, dass evakuierte Anwohner wieder nach Hause zurück dürfen. Das ist Quatsch. Diejenigen, die jetzt zurückgeschickt werden, sollten von Anfang an gar nicht evakuiert werden. Nur die Anwohner der roten Zone sollten evakuiert werden. Doch es kursierten wieder Fake News in den Social Media und das hat eine kollektive Panik bei vielen Balinesen ausgelöst, die daraufhin alles stehen und liegen liessen und mit Sack und Pack in ein Flüchtlingscamp gingen. Diese Menschen werden jetzt, nachdem genau abgeklärt wurde, woher sie kommen, wieder nach Hause geschickt.


24.10.2017

Es wackelt jetzt ziemlich oft, immer nur ein einziger kurzer Erdstoss, dann ist wieder Ruhe. Das zerrt gewaltig an den Nerven! Unsere Wände bekommen immer mehr Risse, die aber nur kosmetisch unschön sind und nicht gefährlich, da es keine tragenden Wände sind. Kein Vulkanausbruch bisher.


22.9.2017

Heute wurde Alarmstufe 4 ausgerufen, die höchste Stufe. Jetzt müssen zwingend alle Anwohner der roten Zone ihre Häuser verlassen. Ausgebrochen ist der Vulkan aber immer noch nicht, allen reisserischen Schlagzeilen zum Trotz. Es ist irgendwie surreal, wenn man in der Zeitung liest, dass der Vulkan ausgebrochen sei, und man dann zum Fenster herausschaut und er steht ganz friedlich da...


19.9.2017

Die Alarmstufe wurde offiziell erhöht auf Stufe 3, die zweithöchste Stufe. Da gibt es doch tatsächlich Zeitungen, die berichten, dass der Vulkan bereits Asche spuckt! Hallo??? Wie wäre es mit ein wenig seriöser Recherche? Die sozialen Medien sind ja eine Sache, aber dass professionelle Zeitungen den Wahrheitsgehalt ihrer Berichte nicht besser überprüfen, gibt uns schwer zu denken. Hier ist von Asche weit und breit keine Spur.


14.9.2017

Es kursieren Gerüchte über den Mount Agung, ein Vulkan, der etwa 20 km von hier liegt. Wir haben davon noch nichts gemerkt.




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